Königsfeier mit Jubiläumsfeier 2017

 

 

Festabend zum 50jährigen Jubiläum des Sportschützenvereins Dielheim mit Königsfeier
Böllerschüsse kündigten draußen vor der Dielheimer Kulturhalle das besondere Ereignis an. Der Sportschützenverein Dielheim 1967 e.V. feierte am vergangenen Samstag und Sonntag seinen 50. Geburtstag. Traditions- und heimatverbunden präsentieren sich die Sportschützen schon ein halbes Jahrhundert nicht nur in ihrem Heimatort. Beim Einzug der aktuellen Königsfamilie, zusammen mit den Musikern des Musikvereins Dielheim, kam zu den Klängen des Marsches „Hoch Badnerland“, bekannt auch als „Badnerlied“, die Heimatverbundenheit in besonderer Weise zum Ausdruck. Eine besondere Ehre war es danach für die Oberschützenmeisterin Anke Wipfler als Vereinschefin, die überaus zahlreichen Anwesenden begrüßen zu dürfen. Unter ihnen Herr MdL Karl Klein, Herr Bürgermeister Thomas Glasbrenner, der 1. Stellvertretende Landesschützenmeister Bruno Winkler, Herr Bürgermeister a.D. Bruno Gärtner in Begleitung ihrer Gattinnen, viele Vertreter der Kreisvereine, der örtlichen Vereine und Vertreter der Geldinstitute galten ein weiterer Willkommensgruß .Groß war Anke Wipflers Freude über die Anwesenheit der Sportsfreunde aus St. Nicolas de Port und aus Dielbach im Odenwald, mit denen eine ganz besondere freundschaftliche Beziehung gepflegt wird. Auch das noch amtierende Königspaar Rolf Menges, Renate Egge und Max Hofstetter hatte sie nicht vergessen.
Für die Oberschützenmeisterin war die Jubiläumsveranstaltung Grund genug, die Vergangenheit noch einmal Revue passieren zu lassen. In der „Stratz“ oder dem „Gasthaus zum Bahnhof“ hatte im Februar 1967 alles begonnen auf Initiativen des leider schon verstorbenen Ehrenoberschützenmeisters Otto Gerner. Anfangs musste der Schießsport noch auf auswärtigen Anlagen ausgetragen werden, bis ein „Notbehelf“ in der Rauenberger Straße gemeindeseitig zur Verfügung stand. Bald wurde der Bau eines Schützenhauses in Erwägung gezogen und auch in die Tat umgesetzt. Viel Eigenleistung von Mitgliedern und deren Angehörigen war gefordert, um dem noch jungen Verein ein Blühen und Gedeihen zu ermöglichen, besonders auch in sportlicher Hinsicht. Dass dieses dem Verein in eindrucksvoller Weise gelang, zeigen die Leistungen und Erfolge auf Kreis-, Landes- bis hin zur Bundesebene. „Ohne Moos, nix los“ galt auch für den Sportschützenverein. Gesellschaftliche Veranstaltungen zur Finanzierung, Ausbau und Unterhaltung der Sportstätte wurden ins Leben gerufen. Sehr zur Freude der Bevölkerung eine echte „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. Die Schützen hatten sich im Ort etabliert. Als Bewahrer von Brauchtum und Tradition zollte der Landtags-abgeordnete Karl Klein in seinen Grußworten dem Jubelverein Respekt und Anerkennung. „Die Schützen verdienen Vertrauen in unserer Gesellschaft“, so der Politiker. Für Bürgermeister Thomas Glasbrenner „war es eine Ehre, am Festabend sprechen zu dürfen“. Er erinnerte daran welche Bedeutung auch in der Vergangenheit  den Schützengilden zukam. Schon im Mittelalter boten sie den Menschen Schutz und Verteidigung zugleich, wenn auch dieser „Schutz und Schirm für die Heimat“ in der heutigen Zeit anders aussieht.  Immer verlässlich gegenüber dem sozialen Umfeld und der Kommunalpolitik sind die Schützen bis heute geblieben. Die alljährlichen sportlichen Benefizveranstaltungen zu Gunsten kranker und in Not geratener Menschen dokumentieren das große Verantwortungsbewusstsein  des Jubelvereins in besonderer Art und Weise. Der Rathauschef  würdigte die überaus geschätzte Vereinsarbeit  und überreichte zum Zeichen des Dankes und der Anerkennung einen „Jubiläumsscheck“. Grüße und Glückwünsche gegenüber einem „vorbildlich geführten Verein“ übermittelte Bruno Winkler im Auftrage des Badischen Sportschützenverbandes. „Einem wertvollen Partner innerhalb der Dorfgemeinschaft“ dankte Klaus Laier im Auftrag der 27 Ortsvereine. Sein mitgebrachtes, „schützengerechtes“ Präsent, eine Flasche Zielwasser, traf voll ins Schwarze.
Neben dem Musikverein gratulierten auch die „Choryfeen“ der Sängerrunde musikalisch im Programmverlauf und verliehen dem Festakt mit ihren überzeugenden Vorträgen eine besondere Note. 
Einen großen Raum  nahmen an diesem Abend die Vereins- und Verbandsehrungen ein. Dabei durfte der 1. Stellvertretende Landesvorsitzende Bruno Winkler die Ehrungen des Badischen Sportschützenverbandes und des Deutschen Schützenbundes vornehmen, die folgenden Mitgliedern zuteil wurde: Frederic Braun, Philipp Braun, Hanno Ebel, Petra Hamm, Thomas Hertenstein, Ursula Hofstetter, Adolf Kolb, Karl-Heinz Merx, Hildegund Reiß, Maria Sauer, Martin Sauer, Ursula Sauer, Klaus Seitz, Peter Straub, Claudia Wagner für 25 jährige Mitgliedschaft. Schon 40 Jahre dabei sind, Heike Bachthaler, Michaela Seeberger und Jan Rausch. Die gleiche Ehrung erfuhren Alfred Hartmann, Josef Hofstetter, Edgar Hohmann, Emil Holfelder, Leopold Saller, Ehrenoberschützenmeister Manfred Sauer, Peter Schmitt, Marga Schmitt und Otto Schuckert für 50 Jahre. Einen herzlichen Applaus gab es auch für die beiden Gründungsmitglieder des Vereins, Dieter Körner und Karl-Heinz Schmitt. Ihnen galt nicht nur der Dank des Verbandsvertreters, sondern auch der Vorsitzenden Anke Wipfler und des Stellvertreters Jan Rausch. Die beiden hatten noch eine ganz besondere Ehrung parat. Aufgrund besonderer Verdienste, die sich Herr Bürgermeister a.D. Bruno Gärtner in 45 Jahren um den Verein erworben hat, wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die höchste Auszeichnung, die ein Verein zu verleihen hat. Geehrt wurden auch die Teilnehmer an den Landesmeisterschaften in Assistenz von Bürgermeister Glasbrenner. Frederic Braun, Ricky Dubois, Karl-Ludwig Hartmann, Josef Hofstetter, Dörthe Hornig, Andreas Knopf, Karin Kreß, Rolf Laier, Frank Lauer, Jürgen Nold, Ilse Pfeffer, Dietmar Sauer und Michael Stier hießen die erfolgreichen Schützen auf Landesebene. Bis zur Deutschen Meisterschaft hatten es mit Werner Schneider, Fritz Pfeffer, Traute Wahle und Anke Wipfler gleich vier Aktive aus Dielheim geschafft. Mit Überreichung der Wanderpokale an die Sieger Magda Rausch bei den Damen und an Jan Rausch bei den Herren schloss das eigentliche Festbankett. Mit großer Spannung wurde danach das Ergebnis des Königsschießens Inthronisierung der neuen Königsfamilie erwartet, nachdem die Scheidenden ihre Insignien abgelegt hatten. Jungschützenkönig wurde Daniel Mischke. Ihm zur Seite stehen Max Hofstetter als 1. Knappe und Ricky Dubois als 2. Knappe. Bei den Herren erlangte Frank Lauer die Königswürde, begleitet vom 1. Ritter Bernhard Reiß und dem 2. Ritter Josef Hofstetter. Das Geheimnis bei den Damen war auch schnell gelüftet. Die neue Königin heißt Heike Bachthaler, künftig umgeben von ihren Damen Anne Konieczny und Ursula Sauer. Nach dem gemeinsamen Tanz des neuen Königspaares unter den Klängen des Musik-Duos Ute und Egon, neigte sich der offizielle Teil seinem Ende. Anke Wipfler schloss mit einem Dank an die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr und des MGV Konkordia, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Auch die Familie Freudensprung trug mit ihrer „Kürbisspende“ zur jahreszeitgerechten Bühnendekoration bei. Ein denkwürdiger Abend, der bei Musik und Tanz noch lange nicht beendet war.                                                                                                                                                      
Hubertusmesse zum Schützenjubiläum
Es war ein denkwürdiger Gottesdienst am vergangenen Sonntag in der Kath. Pfarrkirche „St. Cyriak“ zu Dielheim, den Pfarrer Heribert Leider aus Anlass des 50jährigen Jubiläums des Schützenvereins zelebrierte. Mit der Hubertusmesse wurde den verstorbenen des Vereins nochmals besonders gedacht. Auch denjenigen Sportlern, die sich in ihrem Leben darüber hinaus als Jäger um den Fortbestand und Erhalt von Wald und Natur besonders verdient gemacht haben. Ihnen zu Ehren gestaltete das Jagdhornbläser-Ensemble Letzenberg, unter der Leitung von Xaver Frank, die Messfeier mit ihrem ergreifenden und eindrucksvollen Spiel. Sicherlich würdigten die Jagdhornbläser damit auch den Hl. Hubertus. Dieser gilt bekanntermaßen als Schutzpatron von Jagd und Jägerei. Auch beim Deutschen Schützenbund wird Hubertus, dem die Kirche am 3. November gedenkt, gerne als einen ihrer Schutzpatrone gewürdigt. Für die zahlreichen Kirchenbesucher am vergangenen Sonntag, war diese Messfeier ein besonders Geschenk, wie es Pfarrer Leider gegenüber den Musikern zum Ausdruck brachte. Der langanhaltende Beifall nach dem gemeinsam Gesungenen und Gespielten „Großer Gott wir loben dich“ bestätigten diesen gewonnenen Eindruck. So durften die vor einer waldähnlichen Kulisse musizierenden Akteure, den Chorraum erst nach einer „weltlichen“ Zugabe verlassen.
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